BEATEWIEMERS

Journalistin

"Umwege erhöhen die Ortskenntnis"

Schon seit frühester Jugend wollte ich Journalistin werden. Erste Gedanken zu diesem Berufswunsch hatte ich bereits im ersten Schuljahr, nachdem ich in den 1960er Jahren Kinder mit fehlgebildeten Armen auf dem Pausenhof sah. Es waren Geschädigte des Contergan-Skandals. "Warum haben die Kinder keine Arme?", fragte ich meine Mutter damals. Sie erklärte mir das und erzählte, dass sie während der Schwangerschaft mit mir auch das Präparat Contergan von ihrem Arzt verschrieben bekommen hatte. Ihrer inneren Stimme folgend nahm sie es aber nicht ein. Ich erinnere mich noch gut an die große Erleichterung, die ich damals spürte. Damit einher ging der Wunsch, eines Tages vielleicht über bedauernswerte Tendenzen in der Medizin schreiben zu können.

Aber die Landkarte des Lebens navigiert einen Menschen zuweilen über Umwege zum Ziel. So war es auch bei mir. Schließlich führte Ende der 1990er Jahre ein Quereinstieg zum ersehnten Beruf. Das Schreiben war allerdings schon immer Bestandteil meiner beruflichen Einsatzbereiche.

Herausforderungen des eigenen Lebens haben das Themenspektrum – insgesamt eher unfreiwillig – erweitert. Die Frage "Was braucht es, um gesund zu werden und um gesund zu bleiben?" führte zu intensiver Auseinandersetzung mit der Komplementärmedizin (Umweltmedizin, Naturheilkunde) und der Ernährung. Seit Jahren sind auch Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Systemtheorie Themen, die mich nicht nur privat interessieren, sondern auch journalistisch von mir aufgegriffen und in Zusammenhänge gebracht werden.

Ansonsten schreibe ich über so ziemlich alles – außer über Sport. Verbindlichkeit, Umsicht und Zuverlässigkeit sind bei meiner Arbeitsweise Eigenschaften, auf die sich meine Auftraggeber verlassen können.